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Adresse

Vorwerker Diakonie e.V. 

Memelstraße 6
23554 Lübeck

Tel.: 0451 / 40 86 0 33
Fax: 0451 / 40 15 99
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Die Geschichte vom Hilfswerk blinder Handwerker e. V.

Webseite zeigt ein Bild einer Weberin, welche die Fäden an der Webmaschine prüft.

Das Hilfswerk blinder Handwerker e.V. wurde im Mai 1950 als gemeinnütziger Verein zur Förderung blinder und sehbehinderter Handwerker und des Blindenhandwerks in Schleswig-Holstein gegründet. Blinde Handwerker fanden hier Arbeit  und damit eine wichtige Voraussetzung für ein eigenständiges und erfülltes Leben.

Die erste Betriebsstätte befand sich in einem ehemaligen Wehrmachtsschuppen auf der Lübecker Teerhofinsel. Bald aber platzte dieser aus allen Nähten. 1951 konnten wir, in unmittelbarer Nähe des im gleichen Jahr erbauten Blindenwohnheimes und der Blindenwohnsiedlung in ein eigenes Werkstattgebäude in der Memelstraße 6, 23554 Lübeck, beziehen. In den ersten Jahren konzentrierte sich die Produktion auf Bürsten, Körbe und Matten. 1954 kam die Weberei hinzu, die bis heute wesentlicher Teil unseres Betriebes ist.

War man bei der Gründung des Hilfswerks noch davon ausgegangen, blinde selbständige Handwerker bei der Auftrags-, Material- und Maschinenbeschaffung zu unterstützen, mussten in den folgenden Jahren immer mehr Blinde, die nicht selbständig werden konnten, beschäftigt bzw. zum Korbmacher, Mattenflechter oder Weber ausgebildet werden. Um den stets wachsenden Anforderungen zu genügen, wurde das Werkstattgebäude durch mehrere Anbauten erweitert.

Eine ständig wachsende Zahl mehrfachbehinderter blinder Menschen, die in der freien Wirtschaft keine Arbeit fanden, machte schließlich einen Neubau erforderlich. Im März 1988 wurde mit dem Abriss des alten Gebäudes begonnen. Der Neubau wurde im Dezember 1988 vollendet. Der großzügige Neubau versetzte uns in die Lage, dem Hilfswerk eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) anzugliedern: Die Tremser Werkstatt wurde 1989 durch die Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg anerkannt.

Bereits seit 1988 arbeitet das Hilfswerk in einem Werkstattverbund eng zusammen mit der Vorwerker Diakonie. Diese Kooperation wurde ab 2007 vertieft und immer weiter intensiviert. Ende 2011 entschied die Mitgleiderversammlung des Hilfswerks blinder Handwerker e. V. die Aufnahme in die Trägerschaft der Vorwerker Diakonie zu beantragen, um so die Zukunft des Angebots langfristig abzusichern und so blinden und sehbeeinträchtigten Menschen weiter adäquate und fachlich begleitete Arbeitsmöglichkeiten zu bieten. Zum 1. Januar 2012 wurde der Wechsel der Trägerschaft realisiert.